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Reisebericht: Pisa und Florenz

Gepostet in Entdecken und genießen

Der zweite Tag unseres Italien-Kurztrips führte uns nach Pisa und Florenz. Nachdem es fast die ganze Nacht geregnet hatte, war der Himmel am Samstag Morgen klar.

Stop 1: Pisa

Als unser Reisebus gegen Mittag in Pisa ankam, erwartete uns ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein ☀️ Nun konnten wir uns ca. 1,5 Stunden den Piazza dei Miracoli (= Platz der Wunder) anschauen, also den Domplatz in Pisa, auf welchem sich auch der berühmte schiefe Turm von Pisa befindet. Das erste Gebäude, welches in unser Blickfeld geriet, war das Battistero di Pisa (= die Taufkirche).

battistero-di-pisa

Daneben befindet der Dom von Pisa, die Santa Maria Assunta, welche wir jedoch nur von Außen betrachteten.

santa_maria_assunta_di_pisa

Schließlich kamen wir zum absoluten Highlight Pisas: dem torre pendente, dem schiefen Turm von Pisa.

schiefer_turm

Diese drei Gebäude machen Pisa im Wesentlichen aus – die restliche Stadt ist weit weniger glanzvoll. Um die Außenmauern der Piazza dei Miracoli sind kleine Verkaufsstände aufgebaut, in welchen die typischen italienischen Souvenirs, gefälschte Markentaschen und ähnlicher Kitsch verkauft werden. Außerdem gibt es einige Restaurants und Imbissbuden, welche jedoch mit authentischer italinischer Küche nichts gemeinsam haben. Auch asiatische und US-amerikanische Buden warten hier auf hungrige Touristen – diesen Besuch kann man sich also sparen. Die Stadt selber ist an einigen Stellen heruntergekommen und wirkte auf uns etwas trostlos und traurig. Außer der Piazza gibt es in Pisa kaum etwas Sehenswertes.

Stop 2: Florenz

Weiter ging es mit dem Bus nach Florenz. Am späten Nachmittag erreichten wir die Stadt und bekamen dort eine englische Führung von einer netten italienischen Touristenführerin. Unser Ausgangspunkt war die Autocar Florencia, wo alle privaten Reisebusse anhalten können. Von dort ging die Straße Lungarno della Zecca Vecchia am Fluss Arno entlang. An der Biblioteca Nazionale Centrale, der National Bibliothek von Florenz, bogen wir in das Stadtzentrum ein.

biblioteca_nazional_centrale_di_firenze

In direkter Nähe der Bibliothek befindet sich die Franziskanerkirche Basilica di Santa Croce, deren Grundsteinlegung um 1295 n.Chr. stattfand. Der Bau zog sich durch die nächsten Jahrhunderte.

santa_croce_di_firenze_1

Weiter ging es zur Piazza della Signora, dem berühmtesten Platz von Florenz. Die wohl auffälligste Sehenswürdigkeit an diesem Platz ist der Palazzo Vecchio, welcher als Sitz des Stadtparlaments den Machtmittelpunkt im Florenz des 14. Jahrhunderts darstellte. Heute dient er als Rathaus und Museum.

palazzo_vecchio_1

Ein weiteres Highlight befindet sich schräg rechts neben dem Museo di Palazzo Vecchio, die Loggia dei Lanzi, in welcher verschiedene Statuen bewundert werden können.

loggia_dei_lanzi_1

Unter anderem steht hier die Bronzestatue Perseus, ein Held der griechischen Mythologie, welcher der bösen Medusa (die durch ihren Blick Lebewesen in Stein verwandelt) den Kopf abgeschlagen hat.

perseo-e-medusa-loggia-dei-lanzi

An der Loggia dei Lanzi bogen wir rechts ab und kamen so auf den Piazzale degli Uffizi. Die Uffizien (ital. =Büros) wurden ursprünglich für die Unterbringung von Ministerien und Ämtern in Florenz erbaut.

piazzale_degli_uffizi

In den Arkaden der Uffizien können einige antike Statuen bewundert werden.

giotto_piazzale_degli_uffizi

Als wir aus den Uffizien heraustraten, befanden wir uns wieder auf einer am Fluss Arno entlang führenden Straße und konnten einen Blick auf die berühmte Ponte Vecchio werfen, welche sich in der Nähe befindet. Diese mit Häusern bebaute Brücke ist gleichzeitig die älteste Brücke von Florenz.

ponte_vecchio

Wie man vielleicht auf dem Foto erkennen kann, ist diese Brücke auch ein echter Touristen Magnet. Früher befanden sich hauptsächlich Schlachter und Gerber auf der Brücke – heute Schmuckläden. Hier endete unsere Führung. Da wir mittlerweile hungrig geworden waren, kehrten wir ins Zentrum zurück und holten uns dort in einem kleinen italienischen Cafè Gebäck und Panini für ein spätes Mittagessen. Pane del Pescatore ist ein traditionelles süßes Brötchen mit Rosinen und Nüssen – und wirklich lecker! Und das, obwohl ich eigentlich kein Fan von Rosinen bin – ich werde auf jeden Fall versuchen, sie nachzubacken und damit die aus Müsli aussortieren Rosinen Zuhause zu verwerten 😉

pane_del_pescatore_1

Anschließend gingen wir zurück zum Ufer des Arno um von dort zum Aussichtspunkt von Florenz, der Piazzale Michelangelo, zu gehen. Da wir keine große Lust hatten, uns durch den Rummel auf der Ponte Vecchio zu schieben, nutzen wir die Ponte alle Grazie um den Arno zu überqueren. Um die Piazzale Michelangelo zu erreichen, erklommen wir den Hügel San Miniato. Der steile Aufstieg lohnt sich – oben angekommen wurden wir mit einem tollen Panoramablick auf die Stadt belohnt. Mittlerweile war es vollkommen dunkel – doch dies tat der Schönheit des Anblicks keinen Abbruch.

blick_piazzale_michelangelo

Leider kann die Kamera meines Smartphones die Schönheit des Anblicks nicht wirklich angemessen zeigen – ihr müsst euch den Ausblick ungefähr hundertmal beeindruckender vorstellen…🙊 Auf der Piazzale befindet sich außerdem eine David Statue, durch ihre Größe ebenfalls sehr eindrucksvoll.

david_piazzale_michelangelo

Anschließend machten wir uns auf den Rückweg über eine weitere Florenzer Brücke, die Ponte San Niccolo. Um 21 Uhr wurden wir an der Busstation abgeholt und zurück ins Hotel in Bologna gefahren.

ponte_san_niccolo_

Fazit: Pisa hat außer der Piazza dei Miracoli kaum weiter Sehenswertes zu bieten, Florenz hingegen ist eine Stadt voller beeindruckender Gebäude, vieler netter Cafes und Geschäfte. Für Pisa reichen daher ein paar Stunden bis ein Tag aus, in Florenz kann man durchaus ein paar interessante Tage verbringen. 😄

 

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