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Reisebericht – Ein Tag in Mailand

Gepostet in Entdecken und genießen

Die meisten im Rhein-Ruhrgebiet lebenden Menschen feiern gerne Karneval, doch obwohl ich hier schon mein ganzes Leben lang wohne, konnte ich mich mit dieser Tradition nie wirklich anfreunden…😒 Daher habe ich mich dazu entschlossen, gemeinsam mit einer Freundin über die närrischen Tage nach Italien zu fliehen – mit der Organisation „Uniflucht“ (passender Name, oder?) 😉 Während andere abends an Altweiber feiern gingen, fuhren wir von Köln Hbf nach Italien. Auf dem Programm standen Mailand am Freitag, Pisa und Florenz am Samstag und Venedig am Sonntag. Nach einer langen Fahrt erreichten wir Mailand gegen 10 Uhr am Freitag Morgen. Das Wetter war am Anfang noch bescheiden – ☁️ der Himmer war grau und voller Wolken, am Vormittag regnete es sogar ein bisschen. Trotzdem machten wir uns motiviert auf Entdeckungstour – los ging es beim Castello Sforzesco, dem Mailänder Stadtschloss.

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Von dort liefen wir durch die Stadt zum Mailänder Dom, dem Duomo di Milano, welcher die wohl berühmteste und beeindruckendste Sehenswürdigkeit Mailands ist. Wir kauften uns das Kombi-Ticket B für 12 Euro pro Person, mit welchem wir den Innenraum des Doms, das Dach (per Treppe) und das Dom Museum besichtigen durften. Natürlich hatte sich vor dem Dom bereits eine Warteschlange gebildet, was auch daran lag, dass vor dem Eintreten des Doms ein Sicherheitscheck (mit Metalldetektor und Taschenkontrolle) durchgeführt wurde. Doch das Warten lohnte sich: der Innenraum des Doms ist das beeindruckendste Kirchenschiff, das ich je gesehen habe. Er ist nicht nur sehr groß, sondern auch mit vielen schönen Details versehen.

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Besonders fasziniert haben mich die Fenster, welche aus viele kleinen bunten Glasbildern bestehen und Szenen und Personen der Bibel zeigen. Außerdem gibt es in dem Dom eine Krypta, die Scurolo di San Carlo, in welcher der heilige Karl Borromäus aufgebahrt wird.

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Das, was den Dom aber zu etwas wirklich Besonderem macht, ist das Dach: es ist voll begehbar! 😁 Über eine Treppe (ca. 190 Stufen) stiegen wir auf das Dach des Doms.

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Hier konnte man auf einem kleinen Weg zwischen den vielen verzierten Türmen umhergehen und die Aussicht genießen. Außerdem kann man erneut einige Stufen nach oben steigen und damit die höchste Stelle des Daches betreten, welche eine stattliche Größe hat und eine grandiose Rundum – Aussicht auf die Stadt ermöglicht.

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Nachdem wir die Stufen wieder hinuter gestiegen waren, statteten wir einer weiteren Mailänder Berühmtheit einen Besuch ab: der Galleria Vittorio Emanuele II, dem großen Shoppingcenter Mailands.

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Dort befinden sich vor allem Luxusgeschäfte. Da wir unsere Zeit aber ohnehin nicht mit Shopping verschwenden wollten, drehten wir uns nur dreimal auf dem Stier des Wappens von Turin, welches sich als Mosaik auf dem Boden der Galerie befindet. Der Sage nach soll dies Glück bringen. Auf der anderen Seite der Galerie kamen wir auf der Piazza della Scala aus. Dort befindet sich diese Statue von Leonardo da Vinci und das Teatro alla Scala, das von außen jedoch recht unspektakulär ist (meine Begeiterin war darüber etwas enttäuscht).

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Weiter ging es in Richtung der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Mailänder Börse vorbei, wo wir die provokante Statue des Künstlers Maurizio Cattelan entdeckten.

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Ziemlich frech, oder? Sie sorgte bei ihrer Aufstellung für einigen Wirbel…😂 Bei der Dominikanerkirche angekommen mussten wir feststellen, dass diese erst um 15 Uhr geöffnet wird – und es war erst halb zwei. Daher beschlossen wir, uns ein bezahlbares Restaurant fürs Mittagessen zu suchen. Nach ein paar Runden durch Straßen wurden wir fündig und bestellten zwei typische italienische Gerichte: Spaghetti mit Tomatensoße und Risotto mit Frutti di Mare 😋

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Nach einem entspannten Mittagessen erwartete uns eine positive Überraschung: der Himmel war aufgeklart und die Sonne schien angenehm ☀️ Fröhlich liefen wir zur Santa Maria delle Grazie und schauten uns den Innenraum an.

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Das Besondere an dieser Kirche ist die Arkadengliederung mit verschiedenen „Räumen“ links und rechts des Kirchenschiffes, erkennbar auf den Fotos. Die Kirche kann kostenlos betreten werden, während die Besichtigung des letzten Abendmahls bezahlt werden muss. Wir verzichteten auf das Gemälde und liefen zurück zum Dom ins Zentrum der Stadt, um uns mit unseren Dom-Tickets das Museo del Duomo anzuschauen. Dort sind die Domschätze und viele Statuen ausgestellt. Außerdem gab es einem Raum Kirchenfenster zu sehen, sodass man diese nochmal aus der Nähe bestaunen konnte.

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Jetzt konnten wir auch schöne Bilder des Mailänder Doms machen – mit dem blauen Himmel kommt die Fassade des Doms noch besser zur Geltung.

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Zum Schluss liefen wir zurück zum Stadtschloss. Dort setzten wir uns an den Springbrunnen und genossen die restliche Nachmittagssonne 😎

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Schließlich schauten wir uns noch den Park hinter dem Stadtschloss an, den sogenannten Parco Sempione. Dort war eine kleine Kirmes aufgebaut. Auf einer Wiese spielten Jugendliche Fußball und auf einem Basketballfeld war ebenfalls ein Spiel in vollem Gange. Andere gingen einfach nur eine Runde zu zweit oder mit ihrem Hund spazieren 🐶

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Wir liefen quer durch den Park zum Arco della Pace, dem Friedensbogen, auch Porta Sempione genannt. Vor dort machten wir uns dann auf den Rückweg zu unserer Reisebus-Station.

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Mein Fazit: Mailand hat ein paar schöne Sehenswürdigkeiten zu bieten, wenn man jedoch nicht exessiv Shoppen gehen will reichen 1-2 Tage aus, um die Highlights zu besichtigen. Am besten hat mir der Dom gefallen – meine absolute Empfehlung für Mailand!

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